Selbstfürsorge für Singles

Alleinsein, Glücksempfinden, Liebeskummer, Single, Starkes ICH

Selbstfürsorge für Singles ist deutlich mehr als oberflächliche Ablenkungen, um anderen zu zeigen, dass es dir gut geht. 
Wie du mit Selbstfürsorge ein wahrhaftiges Wohlgefühl aus deinem Inneren heraus kreierst, das erfährst du in diesem Artikel
.

Selbstfürsorge bedeutet, dich selbst liebevoll zu umsorgen. DU schenkst DIR ganz bewusst deine Aufmerksamkeit und Fürsorge. Du nimmst dich selbst wichtig, erkennst deine Bedürfnisse und kümmerst dich um dein Wohlbefinden.

Wie Singles häufig Selbstfürsorge leben

Viele Singles nutzen jeden freien Zeitslot, um sich zu beschäftigen. Lunch-Time und Dinner Verabredungen, Cocktails, Partys, Kino, Feste, Sport, Shoppen, Dating, lange Telefonate, ein bisschen Kultur. Dazwischen viele lachende Selfies, die das hach so herrlich spaßige Leben dokumentieren. 

Es gibt eine noch unverplante Lücke im Kalender? Dann wird alles in Bewegung gesetzt und jeder angechattet, um diese drohende Leere zu füllen. 
Tritt das Unvermeidbare ein, dass sich niemand finden lässt und die Zeit alleine verbracht werden muss, erinnern sie sich an den Trend der Me-Time und versuchen sich selbst mit einem Cappuccino oder Schaumbad zu beglücken.

Das alles hat relativ wenig mit Selbstfürsorge zu tun. 
Es ist eine Ablenkung, um eins ganz sicher zu vermeiden: Dich selbst zu spüren.


„Nur wenn du dich selbst spürst, kannst du gut für dich sorgen, weil du erkennst, was du gerade wirklich brauchst.“


Zuallererst darfst du dir selbst die Frage beantworten: Für wen machst du das eigentlich alles?

Niemand, außer dir, spürt den Unterschied von echten Glücksgefühlen und vorgetäuschten. Ja, dich selbst bei Laune zu halten, ist anstrengend. Und dich selbst auszuhalten manchmal auch.

Also lass uns das jetzt ändern.

Lerne dich selbst besser kennen

Begib dich auf die Suche nach deinem wahren Selbst. Wer bist du, wenn du ohne Ablenkung alleine zu Hause bei dir sitzt?

1. Nimm deine Gefühle wahr.

Ja, Selbstfürsorge kann dich herausfordern, dich auch unangenehmen Momenten zu stellen. Da können dich Gefühle überfallen, die du nicht ertragen möchtest. 

Nimm wahr, welche es sind. Ist es Einsamkeit, Wut, Angst, Traurigkeit oder einfach nur Unzufriedenheit? Fühlst du dich im Stich gelassen, nicht geliebt, zurückgewiesen, ganz allein? 

Lass deine Gefühle zu und stell dich ihnen. Sie übermitteln dir Botschaften, was in dir nach wirklicher Fürsorge schreit und worum du dich kümmern darfst.

Je öfters du deinen Gefühlen ausweichst, (Das passiert mit jeglichen Ablenkungen.) desto wahrscheinlicher ist es, dass sie im unpassendsten Moment aus dir hervor platzen. Und glaub mir, das wird dann richtig unangenehm.  

2. Spüre deine Bedürfnisse auf und erfülle sie dir.

Beginne ganz einfach mit deinen Grundbedürfnissen. Halte immer mal wieder kurz inne und spüre, was du gerade brauchst. 

Du hast Hunger oder Durst? Dann iss oder trinke etwas. Dir ist kalt? Dann ziehe dir etwas Wärmeres an oder lege eine Decke um dich. Du brauchst eine Pause und bist so richtig müde heute? Dann mache genau jetzt eine Pause und gönne dir mehr Schlaf.  

Das klingt zu gewöhnlich für dich? Dann denke mal darüber nach, wie oft du diese einfachsten Grundbedürfnisse übergehst und wie sich bspw. dein knurrender Magen oder deine Übermüdung auf deine Laune auswirken.

Daher, fange an, für diese Bedürfnisse ein gutes Gespür zu bekommen und ihnen nachzugehen.


Wer gut für sich sorgt, bekommt das Gefühl sein Leben im Griff zu haben.


Betrachte dann auch all dein anderes Tun, hinterfrage deine Intension und finde heraus, welche Bedürfnisse sich jeweils dahinter verbergen. Schau dabei ganz genau hin, um herauszufinden, was du wirklich brauchst. 

Ich möchte es dir an einem Beispiel verdeutlichen:

Nehmen wir an, du möchtest regelmäßig ins Fitnessstudio gehen. Und ich frage dich: Was willst du wirklich dort? So antwortest du mir mglw., dass du gut in Form sein möchtest. Abnehmen und einen straffen, durchtrainierten Körper wünschst du dir. Und so bitte ich dich erneut darüber nachzudenken, was du wirklich dort möchtest? Vielleicht kommen dann Gedanken, dass du dir wünschst, dass dein zukünftiger Partner sich von deinem Traumkörper angezogen fühlt. (Und dein Ex sich gleichzeitig ärgert, dich stehen gelassen zu haben.) Wenn wir dieses Fragespiel weiterführen, wird dir immer klarer werden, dass das, nach was du dich wirklich, wirklich, wirklich sehnst, dein Bedürfnis nach Liebe, Anerkennung, Zusammengehörigkeit und Geborgenheit ist. Und das wirst du ganz sicher weder im Fitnessstudio, noch mit einem definierten Körper und schon gar nicht durch eine anderen Person finden.

Daher, trau dich ganz ehrlich mit dir selbst zu sein. Hast du deine wahren Bedürfnisse erkannt, so kannst du dich ganz liebevoll darum kümmern.  

3. Akzeptiere dich so, wie du bist.

Was nützen dir all die Komplimente und der liebevolle Zuspruch von außen, wenn du dich tief in deinem Inneren gar nicht selbst so anerkennen kannst, wie du bist?

Dich selbst zu akzeptieren bedeutet weniger, dass du ALLES an dir toll findest, sondern, dass du dich selbst so annimmst, wie du bist.

Wenn du etwas verändern möchtest, dass ergreif die Initiative und ändere es. Doch bitte höre auf, dich selbst zu kritisieren. 

Selbstkritik entsteht oft durch das Vergleichen mit anderen Menschen um uns herum, ergänzt mit Bewertungen von gut, besser, schlecht.

Wenn du dich vergleichen magst, dann schau auf dein früheres Ich und wie du dich bereits zu einem wundervollen ‚Schmetterling‘ entwickelt hast.

Begegne dir mit einem wohlwollenden Blick und erinnere dich daran, was du alles an dir magst. Notiere es dir, damit du es immer wieder hervorholen kannst, wenn sich gerade ein paar Selbstzweifel dir nähern wollen. 


„Es gibt keine wichtigere Beziehung im Leben als die zu dir selbst.“


4. Nimm Kontakt zu deiner inneren Stimme auf.

Die Stimme, von der ich hier spreche, ist die Stimme deiner inneren Weisheit, deine Herzensstimme oder wie auch immer du sie nennen magst.

Sie kennt alle Antworten auf deine Fragen. Sie weiß, wie es dir geht, welche Gefühle gerade in dir wirken, was du brauchst, um dich ganz wohlig zu fühlen, was genau das Richtige ist: privat, beruflich, gesundheitlich, zwischenmenschlich usw..

Den Zugang findest du, wenn du dich von all den Ablenkungen trennst und in die Stille gehst, dich mit deinem Innersten verbindest und einfach lauschst, was es für dich zu wissen gibt.


Es mag nicht ganz einfach sein, denn wir haben in dieser Welt voller verlockender Möglichkeiten, To Dos und schillernden Ablenkungen verlernt, uns ganz auf uns selbst zu besinnen.

Daher übe es einfach immer und immer wieder und vertraue darauf, dass du die Anbindung wiederherstellen wirst.

5. Werde dir selbst bewusster.

Wenn du dir Zeit für dich nimmst, immer wieder in dich hinein spürst, wirst du stets mehr erfahren, was dir wirklich guttut und was weniger. 

Neben dem Umgang mit deinen Gefühlen und Bedürfnissen, wirst du dir hierbei auch über dein Handeln bewusster.

Dabei findest du vielleicht heraus, wie oft du Dinge tust, die du eigentlich gar nicht willst. Dass du häufig unbequeme Kompromisse eingehst, nur um bspw. nicht alleine sein zu müssen. 

Werde dir dabei deiner eigenen Grenzen bewusster und sag Nein zu dem, was dir widerstrebt.

Sag viel öfters Ja zu dir selbst und lass somit all das los, was dich herunterzieht.

Übernimm die Verantwortung für dein selbstbestimmtes Leben, fahnde nach echten Auftankquellen, die dich glücklich und zufrieden stimmen.

Übe dich in Dankbarkeit, denn damit trainierst du dich, deine Aufmerksamkeit dahin zu lenken, was dir wirklich etwas bedeutet. Ebenfalls ist das eine sehr gute Methode, um dir selbst bewusster und somit auch näher zu kommen.

6. Finde Sinn in deinem Leben.

Hierbei soll es weniger um die große Frage: Warum bist du hier? gehen, sondern um deine Antworten, wie du dir dein Leben so gestaltest, dass du dich darin wohlfühlst, aufblühen und es genießen kannst.

Betrachte deine einzelnen Lebensbereiche: Gehst du einer Arbeit nach, die dir Spaß macht und dich erfüllt? Die dir Sinn gibt, dass du zu etwas Wichtigem beiträgst? 

Finde heraus, wie auch du deinem Herzenpartner begegnest, nach dem du dich sehnst.

Wie gestaltest du dir am besten deine freie Zeit? Was bringt dir echten Spaß, was wolltest du schon immer mal ausprobieren? Und wie lassen sich deine Wünsche verwirklichen?

Selbstfürsorge kann bedeuten, dass du dich nach einem anderen Job umsiehst, der dir mehr Bedeutung gibt. Dass du als Single in ein Coaching investierst, welches dir die Hürden zu einer erfüllten Partnerschaft nimmt. Oder dass du dich einem neuen Hobby widmen magst.

7. Richte dich neu aus. 

Wenn du dich für mehr Selbstfürsorge entschieden hast, wird sich wohl auch dein Umfeld verändern. 

Wähle ganz bewusst die Menschen, bei denen du dich wohlfühlst, ganz du selbst sein kannst und die das Beste in dir zum Vorschein bringen. Lass Verbindungen los, die dir deine Energie rauben und dich herunterziehen. 

Erschaffe dir auch eine Umgebung, die dein Wohlbefinden steigert. Es braucht jetzt keine komplette Neueinrichtung, doch vielleicht schenkt dir bspw. eine Pflanze am Arbeitsplatz mehr Freude, vielleicht hebt auch ein neues Kleidungsstück dein Selbstbewusstsein. 

Probiere dich einfach aus und schenke dir selbst ein dich stärkendes Umfeld.

Nimm auch deine bisherigen Gewohnheiten unter die Lupe, hinterfrage sie und miste sie ggf. aus. Gewöhne dir neue Routinen an, die dir wahre Glücksmomente schenken.

Das sind nun so einige und vor allem sehr tiefe Punkte, die eine echte Selbstfürsorge ausmachen. Auch wenn du Single bist, musst du nicht alles im Alleingang meistern. Zögere nicht, Hilfe anzunehmen, die dir Andere anbieten. Ruf deine Freunde an oder triff dich mit ihnen, um dein Herz auszuschütten und dir wieder Mut und Zuversicht zusprechen zu lassen.


„Selbstfürsorge erfordert Aufmerksamkeit, Zuwendung und Verantwortung.“


Und was ist jetzt eigentlich mit Cappuccino trinken und den Schaumbädern?

Das sind wundervolle Annehmlichkeiten, mit denen du dich zwischendurch, inmitten deines Alltages, dir zuwenden und eine kleine Auszeit gönnen kannst. 

Doch sie sind wie der Punkt auf dem i. Mit einer festen Ausgangsbasis krönen sie dein ICH. Ohne stabiles Grundgerüst erzielen sie daher nur bedingt die gewünschte Wirkung. 

Hast du dir überhaupt schon mal Gedanken über dieses Thema gemacht?
Scheibe mir gerne einen Kommentar, wie du darüber denkst.

Dieser Artikel ist Teil der Blogparade „So wichtig ist Selbstfürsorge! Meine besten Tipps“, die von Anna Koschinski initiiert wurde. Eine grandiose Zusammenfassung aller eingereichter Beiträge findest du in diesem Artikel: Selbstfürsorge stärken.  

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Wer schreibt denn hier?

Porträt Steffi Linke, Coach bei Liebe und Beziehungen, Praxis für Lebens- und Liebesglück


Hey, ich bin Steffi und ich bin überzeugt davon, dass jeder glückliche, erfüllte Beziehungen leben kann, wenn wir verstehen, dass alles bei uns selbst beginnt.

Viele machen die Liebe verantwortlich, dass sie nicht glücklich macht, dass sie verletzt und weh tut oder dass sie schwer zu finden und auch zu halten sei.

Doch es ist nicht die Liebe, die für all das verantwortlich ist, sondern es ist das, wie wir über sie denken und was wir von ihr halten.
Und darüber schreibe ich dir hier, damit du verstehen lernst, dass die Liebe die einzigste und stärkste Kraft ist, mit der du all deine Herausforderungen in deinem Leben bewältigen kannst. Erfahre hier mehr.

6 Kommentare

  1. Liebe Steffi,
    was für ein toller Artikel! Die Reise zu sich selbst ist – zugegeben – mit vielen Herausforderungen verbunden, allerdings ist jeder Schritt sehr wertvoll. Aus meiner Sicht kann man nur eine schöne Beziehung führen, wenn man sich kennt, denn nur dann kann ich auch meine Bedürfnisse kommunizieren. Danke für Deine Tipps❤️
    Viele Grüße aus Bremerhaven
    Milena

    Antworten
    • Liebe Milena,
      ja, wer gut mit sich selbst verbunden ist, bietet eine sehr gute Basis für eine gesunde Beziehungen. Herausforderungen wird es wohl immer mal wieder geben, doch wenn wir wissen, wie wir selbst unser bester Freund sein können, werden wir uns von kleinen Tiefschlägen immer schneller erholen können.
      Herzlichen Dank für deine Gedanken. 🙏🏼
      Liebe Grüße,
      Steffi

      Antworten
  2. Danke für deinen tiefgründigen Beitrag, liebe Steffi! Und ein riesen Merci an dich, dass du mich auf die Blogparade gestoßen hast. LG, Olivia

    Antworten
    • 2 Mal gerne, liebe Olivia. 🙂 Ich bin schon sehr gespannt auf alle weiteren Beiträge für die ich mich dann auch mal zurückziehe, um sie zu lesen und kommentieren. Herzlich, liebe Grüße, Steffi

      Antworten
  3. Liebe Steffi,

    danke für deinen wertvollen Beitrag zur Blogparade! Ich glaube, dass es immer eine gute Idee ist, sich auf die Suche nach seinen eigenen Bedürfnissen und Werten und Sehnsüchten zu machen – ganz unabhängig vom Beziehungsstatus. Denn nur wenn wir mit uns selbst in einem guten Kontakt sind, können wir das auch von anderen erwarten. Wie soll mich denn jemand mögen, wenn ich nicht weiß, warum man mich mögen sollte? Ich denke, dass es eine Frage der Haltung ist. Je besser ich mich kenne und das auch kommunizieren kann, umso klarer werde ich. Und dann kann es auch klappen mit der Beziehung zu anderen – ob nun Mann oder Frau.

    Danke für die tolle Zusammenstellung – es ist ein aufregender Weg!

    Liebe Grüße
    Anna

    Antworten
    • Liebe Anna,
      vielen Dank für deine Wertschätzung. 🙏

      Ja, so sehe ich das auch: Glückliche Beziehungen beginnen bei uns selbst. Dabei spielt es keine Rolle, ob wir allein oder liiert sind. Und jeder Tag ist genau der richtige, um ein Stückchen mehr sich selbst zuzuwenden.

      Der Fokus, so ganz auf sich, mag nicht immer angenehm sein, doch es ist der Weg zu einem Leben, ganz wie es uns beliebt. Es scheint also lohnenswert.

      Herzlich, liebe Grüße,
      Steffi

      Antworten

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