Langlebige, glückliche Partnerschaften – Wie ist das heutzutage (noch) möglich?

Beziehung, Glücksempfinden, Starkes ICH

Die Sehnsucht nach beständiger Zweisamkeit ist groß. Doch anhaltende, glückliche Partnerschaften scheinen heutzutage die Ausnahme zu sein. 

Im Interview lasse ich ein Pärchen, die bereits mehr als 30 Jahre miteinander verbunden sind, zu ihrer Liebesgeschichte sprechen.

Liebe Irena, lieber Björn, statistisch gesehen, haben Beziehungen eine Haltbarkeitsdauer von durchschnittlich 4 Jahren. Ihr beide wart noch keine 50 Jahre, da feiertet ihr bereits eure Silberne Hochzeit. 

Sicherlich bin nicht nur ich sehr gespannt darauf, wie ihr eure Partnerschaft so lebendig haltet und welche Inspirationen ihr sowohl den partnersuchenden Singles, als auch den bereits liierten Menschen mit auf dem Weg geben werdet.

Doch beginnen wir ganz von vorne:

1. Wann und wo seid ihr euch das erste Mal begegnet? 

Björn: Das war am 01.09.1991.

Irena: Genau. Das war mein erster Ausbildungstag und wir wurden von den Auszubildenden des vorherigen Jahrganges begrüßt. Da war auch Björn dabei.

Björn: Ich erinnere mich noch, als Irena die Tür reinkam und mich mit ‚Sie‘ begrüßt hat. 

Irena: lacht

Björn: Das war in der Tat vor 30 Jahren.

Irena: Ja, das sind 30 Jahre seit diesem September. Ich kann mich auch an Björn erinnern. Doch vielmehr erinnere ich mich noch an seinen Mitstreiter, der sehr groß und dunkelhaarig war. lacht 

Björn: Ja, hast du Interesse an dem gehabt?

Irena: lacht Nein, nicht wirklich.

Beide lachen.

Björn: Ich weiß, dass du Blümchenohrringe getragen hast.

Irena:  Ja, hatte ich. Ich war sehr aufgeregt.

* * * * * *

2. War euch zu dem damaligen Zeitpunkt schon klar, dass das mit euch etwas Längerfristiges werden kann? Und woran habt ihr das fest gemacht?

Irena: Ich muss die Frage klar mit JA beantworten. Jetzt nicht, weil ich total von Amors Pfeil getroffen wurde, sondern weil in meinem Mindset eigentlich nur „ernsthaft“ vorkommt. Für mich wäre nie in Frage gekommen, einfach rumzuprobieren und zu gucken, wie ist der, wie ist der andere. 

Mir war immer klar, wenn ich eine Beziehung eingehe, dann mit einem ernsthaften Hintergrund. 

Ich hätte mir nie einen Mann ausgesucht, von dem ich gedacht hätte, dass der keine ernsten Absichten hat. Das klingt jetzt so altmodisch, doch für mich geht das nicht anders. Ich hatte davor auch noch nie einen Freund.

Björn: Wenn ich so zurückdenke, Irena war 19, ich 20. Ich war Single und sehr angetan von ihr. Sofort gefunkt hat es in dem Sinne noch nicht. Relativ schnell habe ich aber doch Interesse gehabt, ohne direkt an etwas Längerfristiges zu denken. Ich war offen für eine Beziehung und eine neue Freundin. 

Als ich nach der Ausbildung für ein Studium von Düsseldorf nach Hamburg zog und wir für ein paar Monate eine eher anstrengende Fernbeziehung führten, standen wir vor dem Punkt, dass wir die Situation entweder beenden oder Irena möglichst schnell nachkommt.

Ab dieser gemeinsamen Entscheidungsfindung, dass Irena mir nach Hamburg folgt, da war mir klar, dass das was Längerfristiges sein wird, weil mir das so viel bedeutete. Ich wollte, dass Irena nachzieht, denn ich hatte gar kein Interesse, mich anderen Kommilitoninnen zu widmen.

Irena: Für mich war klar, dass ich umziehe, denn ich wäre diese Partnerschaft nicht eingegangen, wenn ich keine langfristigen Absichten gehabt hätte. 

3. Wenn ihr einmal nachdenkt, wie viele gut funktionierende Beziehungen, die sich jedoch gleichzeitig auch auf einer gesunden, emotionalen Ebene verbunden fühlen, kennt ihr in eurem Umfeld?

Björn: Ich muss sagen, dass wir eigentlich alle Extreme kennen: ganz bittere Trennungen und Rosenkriege, aber auch eine hohe Anzahl von Beziehungen, die sehr harmonisch, innig und verbunden ablaufen. 

Irena: Ich würde sagen, aus unserer Generation hält sich das so die Waage. Wir haben Fälle, die sind genauso lange oder noch länger zusammen wie wir. Aber es gibt auch Paare, die es überhaupt nicht geschafft haben. Auch welche, von denen man von Anfang an das Gefühl hatte, das geht nicht gut. Und so ist es dann auch eingetreten.

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4. Was meint ihr, was ist das Geheimnis, dass ihr in all den Jahren, den Zugang zueinander nicht verloren habt?

Björn: Mir fallen spontan gegenseitiger Respekt und Wertschätzung sowie Kommunikation in den verschiedenen Facetten ein. Wir sprechen die Dinge, die uns wichtig sind oder die uns stören, konkret an. Wir sind im stetigen Austausch miteinander. Dazu gehören auch indirekte Botschaften über Zettelchen schreiben oder über einige unserer Stofftiere. Lacht. Wir wissen eigentlich immer, wo der andere gerade ist und was er macht.

Irena: Wir waren von Anfang an beide Freunde des offenen Wortes. Offene Kommunikation ist sehr wichtig, dass man sagt, was man möchte und auch, was man nicht möchte

Aber es stimmt, es gibt verschiedene Formen der Kommunikation. 

Wir sind beide keine stundenlang miteinander Telefonierer. Wir schätzen auch den kurzen Austausch, dass man weiß, es ist alles in Ordnung.

Auch setzen wir uns jetzt nicht jeden Abend hin und reden 15 Minuten ein offenes Wort, sondern das ist so ein Prozess.

Björn: Der Prozess hat dazu geführt, dass wir uns so gut kennen und uns nur einen kurzen Blick zuwerfen und jeder weiß genau, was der andere denkt.

Irena: Ja, das ist natürlich dann ein Punkt, der sich entwickelt, wenn man weiß, was der andere denkt. Man muss aber trotzdem weiter kommunizieren. Das ersetzt das ja nicht komplett, es erleichtert es nur.

Björn: Und wir gehen sehr respektvoll miteinander um. Das heißt, wir haben eine Partnerschaft auf Augenhöhe, jeder ist absolut gleichberechtigt

Im Laufe der Zeit haben wir auch viele gemeinsame Interessen entwickelt. Ich denke da z.B. an das Reisen, Wandern oder gut Essen gehen. Daran haben wir beide Freude. 

Irena: Über die gemeinsamen Dinge, die wir machen, kommunizieren wir auch am meisten, weil wir das teilen. Aber jeder hat auch seine eigenen Sachen, über die man dann den Partner informiert. 

Da wir in derselben Branche arbeiten, wissen wir ganz genau, mit welchen Sachen der andere zu tun hat. Wenn wir nach Hause kommen, erzählen wir nicht stundenlang, wie der Tag war. Wir schauen uns an und wissen genau, wie es war. Und über all das, worüber ich mich aufrege, regt sich auch Björn auf. 

Wir haben auch das Glück, dass wir denselben Ablauf haben. Wir haben eine 4-5 Tage Woche und beide das Wochenende frei.

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5. Was macht demnach für euch eine stabile und lebendige Beziehung aus? Worin seht ihr euer ganz persönliches Erfolgsgeheimnis?

Björn: Ich denke, zunächst müssen beide wirklich Lust und Interesse an einer gemeinsamen Partnerschaft haben. Also nicht: Ich brauche jetzt einfach irgendjemanden für bestimmte Bedürfnisse. 

Irena: Festhalten und weitersuchen, das funktioniert nicht.

Björn: Man muss sich wirklich darauf einlassen wollen. Jeder Mensch verändert sich im Laufe der Zeit, gerade wenn man so jung zusammen kam, wie wir; in einer Phase, in der man erst beginnt, auf eigenen Füßen zu stehen. Und da haben wir uns natürlich gegenseitig geformt. Ich denke, dass kann man nicht mit zwei Menschen z.B. über 40 vergleichen, die sich jetzt als feste Charaktere treffen. 

Aber egal in welchem Alter, man entwickelt sich ja trotzdem immer weiter und so zeigen sich neue Interessen oder Bedürfnisse. Dass man da auch Verständnis aufbringt, dass der andere eben genau auch diese Interessen hat oder diese gewähren lässt, diese auszuführen, ist bei uns ein starkes Element. 

Ich denke da sehr stark an die Toleranz von Irena, die bei meinen beruflich bedingten Ortwechseln immer mitgezogen ist und mich vieles im Hobbybereich hat einfach machen lassen. Natürlich im Rahmen.

Irena: Ja, wir sind eigentlich zwei unterschiedliche Charaktere. Björn interessiert sich für vieles. Ich bin nicht uninteressiert, doch ich brauche vieles einfach nicht. Daher muss man sehen, wie man Kompromisse schließt. Auch, dass man den anderen machen lässt, wie er das möchte. Bei aller Emotion sind wir beide auch Pragmatiker.

Mit  20 ist man noch toleranter und offen für viele Sachen. Wenn ich mit 50 einen neuen Partner suchen müsste, würde ich wohl in vielen Dingen: Nein danke. sagen, Dinge, die ich mit 20 gar nicht hinterfragt hätte.

Björn: Wenn man im fortgeschrittenen Alter Lust auf eine Partnerschaft verspürt, auf die man sich einlassen möchte, dann muss die Kompromissbereitschaft wahrscheinlich etwas höher sein.

Irena: Die Hürden sind dabei aber wesentlich höher, mit denen man sich auch auseinandersetzen muss.

Björn: Aber das wissen ja dann auch beide. Aber gut, wir können ja nur für uns sprechen.

Zurück zur Frage: Es ist zwar jetzt sicherlich kein Erfolgsgeheimnis, doch etwas sehr Persönliches und Einschneidendes, was uns eng verbunden hat: Unser unerfüllter Kinderwunsch. Wir hatten diesen in den frühen Jahren unserer Beziehung und konnten ihn uns nicht erfüllen, was wir beide für uns gemeinsam akzeptieren konnten. 

Und wenn ich mir jetzt überlege, welche Paare aus welchen Gründen gescheitert sind, dann ging es oft um Probleme bzw. Konflikte nach der Geburt von Kindern, schwere Krankheiten oder finanzielle Probleme. All das hatten wir nicht. D.h. viele Konfliktherde gab es und gibt es bei uns gar nicht. 

Irena: Es gab auch nie Abhängigkeiten. Geld ist ganz häufig Konfliktstoff im Bekanntenkreis. Bei uns war es das nie. Oder auch Kinder in der Kombination, dass die Frau dann nicht mehr arbeiten konnte. Das gab es bei uns nicht. Und es hätte sicherlich auch bei uns für Diskussionen gesorgt. Wir kennen einige Paare, deren Ehen an diesen Themen gescheitert sind.

6. Gab es Momente, in denen einer von euch die Beziehung in Frage gestellt hat? Und was ist dann passiert?

Björn: Das ist schnell beantwortet: Nie. Nie habe ich unsere Beziehung in Frage gestellt.

Irena: Ich auch nicht. Für uns war relativ schnell klar, was geht und was nicht. Und diese „Roten Linien“ haben weder Björn noch ich jemals überschritten. 

Die Geschichte mit dem Kinderwunsch ist natürlich ein Knackpunkt. Ich denke aber, der Kinderwunsch war bei uns beiden nicht so essentiell, dass wir deswegen die Beziehung in Frage gestellt hätten. Wir sind beide so, dass wir sagen: Es ist, wie es ist. Weitermachen. Das konnten wir dann auch an dem Punkt. 

Wir sind beide sehr starke Charaktere. Ich kann sagen, ich mache vieles mit und dann kommt aber auch der Punkt, an dem dann Schluss ist. Dasselbe gilt umgekehrt. Wir wissen beide, in welchen Grenzen wir uns bewegen und das hat auch immer geklappt. 

Wenn jemand anfängt, Spielchen zu spielen oder zu lügen, geht das gar nicht. Ehrlichkeit und Verlässlichkeit ist das A und O.

Natürlich lässt sich nicht alles planen und es können immer Situationen aufkommen, in denen man entscheiden muss: Kann ich damit leben oder nicht. 

Björn: Ich habe immer als Paar und in einer Partnerschaft gedacht.

Irena: Ich kann auch sagen, es gab nie eine Situation, in der ich unseren Weg hätte hinterfragen müssen. 

* * * * * *

7. Warum gibt es aus eurer Sicht in der heutigen Zeit so viele alleinlebende Menschen und zerbrochene Beziehungen?

Björn: In der Zeit unserer Eltern und Großeltern hatten Partnerschaften möglicherweise noch einen anderen Stellenwert. Man hat sich nicht getrennt. Die Rollenbilder waren augenscheinlich klar verteilt. 

In der heutigen Zeit ist das nach meiner Beobachtung aufgeweicht. Man hat viel mehr Möglichkeiten, Dinge anzufangen und auch wieder zu beenden. Beziehungen beginnen oft über Social Media und man beendet sie einfach wieder mit einer WhatsApp. Das hat es sicherlich früher nicht gegeben. 

Es kann sein, dass Single sein heute auch akzeptierter ist in der Gesellschaft und viele sich dieses Lebensmodell bewusst aussuchen. 

Irena: Die Gesellschaft hat sich im Vergleich zur Elterngeneration enorm verändert. Es gibt Vor- und Nachteile. 

Nachteile sind ganz klar, dass es beliebiger geworden ist. Da wird viel vorgelebt in Medien und Fernsehen, was schick ist oder zu sein hat.

Jeder wird angehalten, er selbst zu sein, sich auszuleben. Diventum oder Befindlichkeiten haben einen höheren Stellenwert als eine Partnerschaft. Egoismus und Narzissten gab´s sicherlich früher auch, doch die Werte und Moralvorstellungen waren andere. 

Viele leben nicht gerne oder nur unfreiwillig alleine. Manche scheinen auch gar nicht mehr kompatibel für eine Partnerschaft zu sein. 

Wir kennen ein paar Singles, bei denen ich denke, die Person ist hochkompliziert. Mit all den Befindlichkeiten und Ansprüchen ist die Hürde für eine mögliche Partnerschaft sehr hoch. Oft handelt es sich um unabhängige Frauen, die ihr eigenes Geld verdienen und so leben, wie sie wollen. Da wird es schwierig, Kompromisse zu schließen, die für eine Partnerschaft essentiell sind.  

Björn: Aber die sind ja nicht alle unglücklich.

Irena: Nein, sicherlich nicht alle. 

Natürlich gibt es auch Positives: Viele leben alleine, weil sie es können. Früher ging das häufig nicht. 

Frauen arbeiten und machen Karriere, wenn sie das wollen. Sie können für sich entscheiden, möchte ich Kinder oder nicht. Auch das gab es in der Form früher oft nicht. 

Man kann machen, was man möchte und ist niemandem mehr verpflichtet. Dann überlegt man sich das natürlich, ob man sich auf einen Partner einlässt. 

Björn: Und wie reagieren wir auf Trennungen? Wir haben ja verschiedene Arten von Trennungen miterlebt und häufig waren diese so überraschend dann auch wieder nicht. 

Manchmal schimmert durch, dass es doch ein Prozess war und man mutmaßt, sich nicht genügend über angehende Probleme, Bedürfnisse oder Empfindungen ausgetauscht zu haben.

Wir unterhalten uns sicherlich auch hier und dort darüber, aber wir analysieren und reflektieren das nicht im Detail, um daraus Schlussfolgerungen zu ziehen, ob bzw. was wir ggf. für uns ändern müssten. Wir haben eine sehr gefestigte Partnerschaft. 

Irena: Wenn man nicht zu 100% an einem Strang zieht, ist das zum Scheitern verurteilt.

Björn: Das an einem Strang ziehen finde ich sehr gut. Wenn man zu unterschiedliche Vorstellungen hat, kann das dann nach und nach aus dem Ruder laufen. Viele beschreiben das ja dann damit: Man hat sich auseinandergelebt.

Irena: Ich würde auch immer einen Schlussstrich ziehen, wenn ich merke, es funktioniert einfach nicht, obwohl man sich bemüht hat. Auch wenn man immer an einer Partnerschaft arbeiten muss, die Leichtigkeit darf nicht abhanden kommen.

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8. Was würdet ihr empfehlen, was sich in dieser Hinsicht ändern darf?

Björn: Gerade in der heutigen Zeit darf jeder gerne mal wieder mehr auf sich selbst achten und aufhören, sich ständig zu vergleichen. Dieses Verbildern von seinem Leben auf bspw. Instagram oder Facebook und immer schauen, was macht und hat der andere, was hat der für einen Partner, für ein Leben, für Kinder usw. stört meines Erachtens, sich selbst zu akzeptieren. Fehler und Unzulänglichkeiten, die man angeblich hat, was ja sowieso stets im Auge des Betrachters liegt, stehen oft im Weg, zu sich selbst zu finden und mit sich im Reinen zu sein.

Irena: Ich kann das auch nur bestätigen. Zu einer erfolgreichen Partnerschaft gehört ganz klar Reflexion über sich selber. Man muss wissen, was man will, was man auch von dem anderen erwartet und das auch klar kommunizieren. Viele können das nicht und reflektieren nicht. Viele wissen eigentlich gar nicht, was sie wollen und viele wollen auch gar nicht wissen, was sich in der Partnerschaft abspielt. Ich selbst bin niemand, der in seiner Traumwelt weiterlebt, seinen Partner anschaut und ihn ganz toll findet, obwohl er viele Sachen macht, die mir nicht gefallen.

Björn: Das sogenannte Lebensrad lässt sich sehr gut zur Selbstreflexion nutzen. Man schaut in den einzelnen Bereichen: Wo bin ich happy. Wo bin ich nicht happy. Das kann helfen, sich wieder auf sich zu besinnen, ohne auf andere zu schauen.

Irena: Ich bin allergisch, Dinge zu tun, die ich gar nicht will. Es hilft, offen zu sein zu sich selbst und dem Partner gegenüber. Das ist für mich die einzige Art und Weise, wie eine Partnerschaft bestehen kann. Man kann sich verstellen oder auch nicht, am Ende kommt ja dann doch heraus, wie man wirklich ist.




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9. Was möchtet ihr gerne all den Singles und unschlüssigen Menschen mitgeben, um ihren Weg zur Liebe zu finden und sie zu bewahren? 

Irena: Werdet euch schlüssig. Überlegt, was ihr wollt. Ganz wichtig. Denn, wenn man nicht weiß, was man will, findet man auch nicht den Partner, der zu einem passt. 

Man sollte sich auch überlegen, ob man überhaupt einen Partner will oder nicht viel besser alleine klar kommt oder ein Haustier anschafft.

Björn: Ich glaube, da gibt es noch einen Schritt vorher. Es gibt einen Ausspruch: Mach dich zuerst selber glücklich.

Schau nicht so sehr auf das Ziel einer Partnerschaft, weil man dann einen gesellschaftlichen Status erfüllt oder weil man dann meint, dass der- oder diejenige einen glücklich machen wird. 

Erst wenn man selbst glücklich ist, kann man das Glück mit jemanden teilen.

Wie in vielen Bereichen: Der Weg ist das Ziel. Also weniger auf das Endresultat einer Partnerschaft schauen und sich einfach darauf besinnen, was ist mir wichtig, was ist mein Bedürfnis, was brauche ich jetzt gerade und macht mich das selbst glücklicher. Vieles andere ergibt sich dann.

Irena: Eine Partnerschaft soll ja auch eine Bereicherung sein und kein Mühlstein. 

Björn: Ja, und wenn man dann merkt, man ist alleine glücklich, dann ist das doch vollkommen ok.

Irena: Ja genau. Ich wäre auch lieber alleine, als dass ich jemanden hätte, mit dem ich über jede Kleinigkeit streite oder wir nicht die selben Vorstellungen haben. Dann ist das nicht der richtige Partner für mich und dann bin ich glücklicher alleine.

Björn: Man sollte nur nicht glauben, dass eine Partnerschaft die Unzufriedenheit mit sich selbst ändern würde. 

Irena: Nun ja, Kompromisse muss man immer eingehen, aber man muss mit diesen Kompromissen auch leben können. Und zwar beide Seiten.

Björn: Man braucht ja auch eine Basis, um Kompromisse eingehen zu können. Und das fängt bei dir selber wieder an.

Irena: Ja, man muss sich selber lieben, um andere lieben zu können.

Björn: Ja, das ist das beste Schlusswort.

Beide lachen.

Liebe Irena, lieber Björn, ich danke euch von Herzen für eure Offenheit und die sehr privaten Einblicke in eure Partnerschaft. Möget ihr noch unzählige Jahre glückliche Gemeinsamkeit genießen. Danke für euer Vertrauen! 🙏🏼

* * * * * *


Doch nun, liebe Leserin, lieber Leser, lasst mich unbedingt wissen, was du dir aus diesem Interview für dich mitnimmst.
Wie gestaltest du dir selbst deine glückliche Partnerschaft? Und welche deiner Gedanken magst du dazu noch ergänzen?

Schreibe es einfach in den Kommentar. ⬇️

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Wer schreibt denn hier?

Porträt Steffi Linke, Coach bei Liebe und Beziehungen, Praxis für Lebens- und Liebesglück


Hey, ich bin Steffi und ich bin überzeugt davon, dass jeder glückliche, erfüllte Beziehungen leben kann, wenn wir verstehen, dass alles bei uns selbst beginnt.

Viele machen die Liebe verantwortlich, dass sie nicht glücklich macht, dass sie verletzt und weh tut oder dass sie schwer zu finden und auch zu halten sei.

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2 Kommentare

  1. Guten Morgen
    danke euch für diesen Satz
    “ festhalten und weitersuchen das funktioniert nicht“
    der trifft mich mitten ins Herz denn ich war oder bin in einen Mann verliebt der mir immer wieder sagt das er mit mir Zusammensein möchte aber er auch noch andere Damen sehr interessant findet. Vor allem sucht er nach sexuellen Abenteuern da seine Meinung ist das Liebe gestreut werden muss.

    Dieses Interview berührt mich sehr und zeigt mir das es richtig ist mit einer klaren Intention in eine Beziehung zu gehen und vor allem das es möglich ist zu lieben auch über eine so lange Zeit.
    Herzlichen Dank für eure Beschreibung und für das Teilen eines Stückchen von eurem Leben.
    Karin

    Antworten
    • Liebe Karin,
      ich danke dir für deine offenen, ehrlichen Zeilen und mache Irena und Björn auf deinen Kommentar aufmerksam. Sie werden sich sehr darüber freuen, dir mit ihren Antworten ein erkenntnisreiches Geschenk mitgegeben zu haben.
      Herzlichst, Steffi

      Antworten

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